herzi
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« am: 08. Oktober 2007, 13:26:10 » |
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F: Brauche ich überhaupt einen Rasierpinsel?
A: Eine Rasierseife und eine Rasiercreme kann man zur Not auch mit der Hand direkt im Gesicht benutzen. Es entsteht jedoch kein voluminöser Schaum, der auch nicht die gewünschte Konsistenz bekommt, die er normalerweise durch die Haarspitzen (Fahnen) des Rasierpinsels erhält. Ohne diesen Schaum verläuft die Rasur nicht so angenehm wie mit. Zudem erhält die Haut bei der Verwendung eines Rasierpinsels automatisch eine Art Peeling, d.h. durch das Reiben der Pinselhaare werden alte Hautschuppen entfernt. Lediglich bei der Verwendung von Rasieröl und/oder sog. Brushless Cremes (nichtschäumende Rasiercremes) muß man auf den Rasierpinsel verzichten.
F: Was sind die Unterschiede bei den Pinseln, z.B. Naturborste oder Dachs?
A: Naturborste besteht aus Schweinehaaren, Dachshaar aus den Haaren vom Dachs. Schweineborsten sind die Härtesten, jedoch hervorragend zum Aufschäumen einer Rasierseife geeignet. Dachshaar gibt es in den unterschiedlichsten Qualitäten Rein Dachs, Dachszupf Silberspitz. Das sind leider keine geschützten Begriffe, die Hersteller legen diese teilweise unterschiedlich aus. Als Faustregel kann jedoch gelten: Rein Dachs hat die härtesten Borsten, jedoch wesentlich weicher als Naturborste. Dachszupf ist weicher und meist auch an den etwas helleren Borsten zu erkennen. Silberspitz bietet die weichsten Haare vom Rücken des Dachses und sind die Oberklasse der Rasierpinsel. Sie können ungleich mehr Wasser aufnehmen als eine Naturborste, erzeugen einen sehr voluminösen Schaum und sind extrem weich und sanft zur Haut.
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« Letzte Änderung: 08. Oktober 2007, 13:28:40 von herzi »
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Gruß, Stefan
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herzi
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« Antworten #1 am: 08. Oktober 2007, 13:26:46 » |
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F: Für welchen Pinsel soll ich mich entscheiden?
A: Das ist zum einen eine Frage des Geldbeutels. Naturborsten sind die günstigsten, gefolgt von den einfachen Rein Dachs für teilweise schon unter 10 EUR. Silberspitzen sind die qualitativ hochwertigsten und auch die teuersten. Diese können je nach Hersteller schon mehrere hundert EUR kosten. Auch die Wahl des Griffes spielt preislich, nicht aber für den erzeugten Schaum, eine Rolle. Zum anderen ist es eine Frage der Benutzung. Naturborste erzeugen schnell den gewünschten Schaum, sind jedoch beim Auftragen im Gesicht am gröbsten. Rein Dachs sind als Einstiegspinsel durchaus geeignet, erzeugen einfach einen schönen Schaum und sind bei Gesichtsschäumern sehr beliebt, weil sie nicht so viel Wasser aufnehmen und beim Aufschäumen im Gesicht nicht zuviel Wasser und Schaum verspritzt wird. Silberspitzen sind die weichsten Pinsel. Sie nehmen unglaublich viel Wasser auf und erzeugen damit sehr einfach einen sehr voluminösen Schaum. Gleichzeitig sind sie durch die weichen Fahnen extrem sanft zur Haut.
F: Ich bin gegen Tiertötung und möchte weder Schweineborste noch Dachshaar als Pinsel nutzen. Gibt es Alternativen?
A: Ja, mittlerweile gibt es synthetische Pinsel, auch vegane Pinsel genannt. Sie werden komplett ohne Tierprodukt hergestellt und sind in etwa so weich wie ein Dachshaarpinsel.
F: Ich habe heute meinen neuen Rasiepinsel bekommen und der stinkt fürchterlich.
A: Der Dachs ist nunmal ein Tier, dessen Fell anfangs riecht. Nach 4-5maliger Benutzung mit einer gut duftenden Rasiercreme / Rasierseife ist davon aber nichts mehr vom manchmal beißenden Geruch übrig.
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Gruß, Stefan
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herzi
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« Antworten #2 am: 08. Oktober 2007, 13:27:33 » |
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F: Muß ich meinen Rasierpinsel besonders pflegen?
A: Der Rasierpinsel muß nach jeder Rasur mit fließend Warmwasser gründlichst ausgespült werden, damit keine Seifenreste mehr zurückbleiben. Anschließend wird der Pinsel ausgeschlagen, d.h, kräftig mit den Borsten nach unten ausgeschüttelt, damit möglichst viel Restwasser heraus geschleudert wird. Zum Trocknen wird der Pinsel mit den Borsten nach unten aufgehängt. So kann theoretisch das Restwasser ablaufen. Viele Benutzer stellen ihren Pinsel auf den Griff, Borsten nach oben, damit die Restfeuchtigkeit nach oben verdunsten kann. Es ist also auch hier wie bei so vielem eine Glaubensfrage.
Wichtig ist jedoch, daß der Pinsel mindestens 24Stunden ruht, bis er wieder zum Einsatz kommt. Kann der Pinsel nicht richtig austrocknen, bilden sich im Inneren Feuchtigkeitsherde, die Keimbildung fördern und auch die geklebten Borsten lösen. Deshalb wird empfohlen, den Pinsel einmal pro Woche richtig austrocknen zu lassen. Oder Alternativ einen zweiten Pinsel im Wechsel benutzen.
Je nach Härte des Wassers setzt sich Kalk mit der Zeit in den Pinselborsten fest. Man merkt dies, wenn z.B. der Pinsel nicht mehr soviel Wasser aufnimmt und die Schaumherstellung länger dauert und schwieriger erscheint (trockenerer Schaum). Man kann dann den Pinsel in einen Napf /Tasse legen, heißes (nicht kochendes!) Wasser und ein paar Tropfen Geschirrspülmittel und/oder ein Essigessenz dazu geben und etwa 15 Minuten leicht umrühren. Anschließend wieder gut trocken schütteln und der Pinsel ist so gut wie neu.
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Gruß, Stefan
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herzi
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« Antworten #3 am: 08. Oktober 2007, 13:27:52 » |
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F: Mein Rasierpinsel hat einen Holzgriff, ist das nicht schädlich, wenn der ständig mit Wasser in Berührung kommt?
A: Holz kann in Verbindung mit Wasser natürlich aufquellen. Rasierpinselgriffe werden imprägniert und sind somit wasserabweisend. Um diesen Effekt möglichst lange zu erhalten, kann man alle paar Wochen mit einem weichen Tuch 1-2 Tropfen Möbelpolitur oder einfaches Olivenöl einreiben. Dadurch bekommt das Holz wieder Glanz und die Imprägnierung hält länger vor.
F: Mein Rasierpinsel verliert Haare, was kann ich tun?
A: Preisgünstigste Pinsel werden maschinell geklebt, da ist es durchaus normal, daß das eine oder andere Haar ausfällt. Das sollte sich jedoch nach ein paar Wochen geben. Verliert der Pinsel regelmäßig mehr als 1-2 Haare, sollten Erkundigungen beim Hersteller / Verkäufer eingeholt werden, um evtl. für Ersatz zu sorgen.
--- Erstellt von matjes ---
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« Letzte Änderung: 09. Oktober 2007, 15:28:51 von herzi »
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Gruß, Stefan
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